Nienburg. Sensationsfund im feuchten Keller der Triemerstraße 1a. Der Bürgermeister meint: „Wir haben uns alle getäuscht. Die Stadtgeschichte muss umgeschrieben werden!“ Heute wird das historische Dokument anlässlich der Präsentation der Vorbereitungen zur 1000-Jahrfeier der Stadt erstmals der Presse und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Hinter Panzerglas und von Security streng bewacht können interessierte Bürger:innen und Historiker:innen einen ersten Blick auf den unscheinbaren Papierfetzen werfen. Zwischen meterhohen Papierstapeln, alten Schulheften und sich türmenden Aktenbergen fanden Forscher der BAWN im Keller der Kulturausschussvorsitzenden Hedda Freese den sorgsam aufbewahrten und zum Glück unbeschädigten Teil einer Urkunde aus dem Jahr 1025. Sie beweist, dass der Fresenhof, das stadtbildprägende Gebäude, in dem das berühmte Museum der Stadt Nienburg residiert, tatsächlich mit Doppel-„ee“ geschrieben werden muss. Die Konsequenzen für die Stadt, den Tourismus und die 1000-Jahrfeier im kommenden Jahr sind noch völlig ungewiss. Hedda Freese findet auf der Pressekonferenz zu so viel Aufregung, ihrer neuen Prominenz und Aufmerksamkeit für ihre historische Papiersammlung die passenden Worte: „Ich wollte eigentlich nur den Keller aufräumen.“